RECHTLICHER RAHMEN UND
MANAGEMENT DER GESETZLICHEN ABGABEN

 

 

 

 

 

Genauso wichtig wie ein an wirtschaftlichen Erfolgskennzahlen orientiertes Controlling, ist die Gestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen jedes Pferdewirtschaftsbetriebes.

Pferdehof, Reitstall oder Reitbetrieb sind Sammelbegriffe für ein oft sehr umfassendes Leistungsangebot. Die Zuordnung der in der Gesamtleistung enthaltenen einzelnen Tätigkeiten führt in der behördlichen Betrachtung in den Bereichen Steuerrecht, Gewerbeordnung, Baurecht, Raumordnung, Flächenwidmung, Förderung, Genehmigungsverfahren für Betriebsanlagen, Wasserrecht etc oft zu unterschiedlichen Ergebnissen: Gewerbe, Landwirtschaft, Freiberuflichkeit oder Liebhaberei.
Ein Pferdeeinstellbetrieb kann gewerberechtlich betrachtet ein Gewerbebetrieb sein und aus steuerrechtlicher Sicht als Landwirtschaft gelten, umgekehrt kann ein Pferdezuchtbetrieb seitens der Gewerbebehörde als Landwirtschaft gelten und steuerbehördlich betrachtet aber unter Einkünfte aus Gewerbetrieb fallen, mit allen damit verbundenen u.a. z.B. sozialversicherungsrechtlichen Konsequenzen.

Mit der am 18. Juli 2017 in Kraft getretenen neuen gewerberechtlichen Regelung zur Abgrenzung der landwirtschaftlichen von der gewerblichen Einstellpferdehaltung ist jeder einzelne Pferdeeinstellbetrieb gefordert, eine strategische Grundsatzentscheidung zu treffen: "Sind die notwendigen Rahmenbedingungen der urproduktiven Einstellpferdehaltung erfüllt, und bleibt der Betriebszweig damit in der Landwirtschaft, oder wird dieser Zweig gewerblich und erfüllt sämtliche gewerberechtlich vorgeschriebenen Auflagen?"

Im Rahmen einer Betriebsberatung erhalten Sie genaue Informationen zur jeweiligen behördlichen Einstufung ihrer Pferdewirtschaftssparten und zu den damit verbundenen gesetzlichen Konsequenzen, wie Abgaben und Auflagen. Zur Sicherung der Existenz gilt es für jeden Pferdewirtschaftsbetrieb ein individuelles Betriebsmodell zu entwickeln, das sämtliche rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten in Verbindung mit betriebswirtschaftlichen Vorteilen langfristig bestmöglich nützt.